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Das FIFA-Turnier im Frauenfußball – gemeinhin „Frauen-WM“ genannt – könnte für Bochum zum Millionengrab werden. Das berichtet die bsz in ihrer neuen Ausgabe. Am vergangenen Donnerstag hatte der Rat der Stadt zugestimmt, die Verträge mit FIFA und DFB zu unterschreiben. Die von der Stadtverwaltung aufgestellte Kalkulation der Kosten (vorerst drei Millionen Euro für die maximal vier Spiele in Bochum) sei jedoch unvollständig.

Die bsz schreibt außerdem:

„Mit dem so genannten ‘Host-City Vertrag’ hat sich Bochum einen Klotz ans Bein gebunden, dessen finanzielle Auswirkungen unüberschaubar sind. Die Vereinbarung, die Schweizer Recht unterliegt, wälzt jegliche Haftung von FIFA und DFB auf die Stadt ab, obwohl alle maßgeblichen organisatorischen Entscheidungen in den Händen der Verbände bleiben. Verhandlungsmöglickeiten: Keine.

Letztendlich setzte die FIFA Bochum die Pistole auf die Brust: Sollte der Vertrag nicht schon sechs Wochen nach Übersendung unterschrieben zurückgeschickt sein, wäre die Stadt raus aus dem Verfahren. Diesem Druck gab der Rat willig nach und geht auf den finanzpolitischen Blindflug – während zum Beispiel ein lokales Nahverkehrs-Sozialticket wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit bei CDU, SPD und Grünen nach wie vor keine Chance hat.“

Zum Artikel.

Weitere Themen der neuen bsz sind die Zukunft des maroden Studentenwohnheims „Papageienhaus“ und der Eingriff des Rektors in die Personalratswahlen.

Weiter geht es um die Nazi-Demo, die antifaschistischen Gegenaktivitäten und den Veggie Street Day am vergangenen Samstag in Dortmund.

Mit dem angeblichen Bochumer Nokia-Nachfolger RIM setzt sich die bsz auf Seite vier kritisch auseinander. Die gesamte Ausgabe als pdf.

4.08.2008

bsz 755 erschienen

In ihrer ersten Semesterferienausgabe blickt die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung noch einmal auf den fragwürdigen Senatsentscheid vom 17. Juli zurück, die Gebühren an der RUB zum Wintersemester 2008/09 um nur 20 Euro zu senken, statt wie von den Studierenden beantragt zu halbieren: Als “schlechter Witz” wird der Beschluss in einem Kommentar betitelt, zumal keinerlei Konsequenzen aus der Tatsache gezogen würden, dass über 50 Prozent der Gebühren bislang ungenutzt auf der hohen Kante schlummern, wie in einem weiteren Artikel zum Thema deutlich wird: Der “Kampf um jeden Cent” ist in vollem Gange. Kein Wunder, dass angesichts solcher bürokratischer Ignoranz die Immatrikulationszahlen deutlich zurückgehen und zunehmend die Devise zu gelten scheint: Studieren ist uncool. Hierzu dürften auch technokratische Irrwege wie die elektronische „Verwaltung von Studien- und Prüfungsleistungen“ (VSPL) auf dem Weg zum gläsernen Studierenden beitragen. Immerhin können Studis jedoch noch ein gebührenfreies Sparkassenkonto betreiben – im Gegensatz zu Hartz-IV-EmpfängerInnen, wie in der Rubrik “Bochum in Kürze” unter Image-Doping statt Sozialkonto nachzulesen ist. Außerdem zu erfahren ist, wo man in Bochum baden gehen kann, warum die SPD – zusammen mit dem Bochumer enfant terrible Wolfgang Clement – gerade zunehmend baden geht und das Parteienkürzel hierzulande eigentlich für “Slow Painful Death” stehen sollte; ganz gegen den Trend in Amerika, wo das (sozial-)demokratische Pendant unter Barak Obama derzeit stark im Aufwind ist. Ob dies aber genügen wird, um das Ende des Antiamerikanismus zu zeitigen, wird die Geschichte zeigen. Auch für NichtbaderInnen wird in der neuen bsz sicherlich genügend dabei sein – so gibt es in unserer Terminspalte sicherlich das eine oder andere politisch-kulturelle Highlight in der Region zu entdecken. Eines davon ist zweifellos das Textzentrum Essen, das inmitten der Spielzeitpause der etablierten Kulturstätten im Ruhrgebiet immer wieder spannende Leseevents zu bieten hat. Und hier findet Ihr die bsz 755 auch als PDF.

Bis in 14 Tagen – eine schöne erste Augusthälfte wünscht Euch Eure bsz-Redaktion!

Uli Schröder


Wie die bsz in Ausgabe #752 berichtet, hat Nokia nach dem Deal mit dem Land, in dessen Zuge NRW auf 60 Millionen Euro verzichtet, vorgeschlagen, auch eine Professur an der RUB zu finanzieren. Anscheinend hat Nokia sich aber im Vorfeld nicht mit der RUB-Leitung abgesprochen, so dass der Vorschlag sehr überraschend kommt. Außerdem wirft Nokia damit die Frage auf, ob eine solche Nokia-Professur nicht die Privatisierung der Uni vorantriebe. Öffentlichkeitswirksam wäre eine solche Professur in jedem Fall. Und positive Presse kann Nokia nach wie vor gebrauchen.

Nicht nur die bsz als Zeitung der Studierendenschaft berichtete über das herzerwärmende Ereignis im Tutorienzentrum. Auch die Zeit widmet dem Ereignis Aufmerksamkeit in Form eines etwas weiter ausholenden Artikels in der Onlineausgabe. Jaja, Kinder sind immer wieder ein Magnet für alle, aber ich hätte ja zu gerne mal ein paar Studierende gesehen, die mit ihrem Teddy im Tutorienzentrum erscheinen. den ganzen Artikel lesen »

In der am gestrigen Montag produzierten 747 bsz erschien der Artikel “Erhellendes: Das Dilemma der kritischen Philosophie” von Jan Eufinger AStA-Referent für kritische Wissenschaft, der die fundamentale Ignoranz der Referenten für kritische Wissenschaften in ihrem Elfenbeinturm beweist. Nicht nur Vorwissen wird verlangt, sondern eine grundlegende Dummheit auf der Seite des Lesers vorausgesetzt.

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