Archiv für die Kategorie ‘Hochschulpolitik’

Alle Jahre wieder wählen die Studierenden der RUB ihr Studierendenparlament (StuPa). Nächste Woche ist es wieder so weit. Folgende Listen treten zur Wahl an:

Liste 1: Der schwarze Ritter ist unbesiegbar (8)
Liste 2: LHG – Liberale Hochschulgruppe (29)
Liste 3: RCDS – Ring Christlich-Demokratischer Studenten (25)
Liste 4: RUB-Piraten (9)
Liste 5: SWIB – Schöner Wohnen in Bochum (37)
Liste 6: Grüne Hochschulgruppe (129)
Liste 7: alternative liste (105)
Liste 8: NaWi – Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure (15)
Liste 9: Juso-Hochschulgruppe (22)
Liste 10: Linke Liste (120)

In Klammern: Die Zahl der Kandidaten. Neu sind die RUB-Piraten (die Hochschulgruppe der Piratenpartei), die aber personell quasi identisch sind mit der letztjährigen Liste “das Beste”.

Das neu gewählte StuPa wählt anschließend einen neuen AStA. Der derzeitige AStA wird gebildet von der Grünen Hochschulgruppe (Wahlsieger 09) zusammen mit Ltinker Liste, Alternativer Liste und SWIB.

Die Webseiten wurden angegeben, sofern bekannt. Wählen könnt ihr wie immer in der Cafeteria eures Hauptfaches. Bei 2-Fach-BA-Studenten ist das ganz schlicht das Fach, dass in den Einschreibeunterlagen. unter 1. aufgeführt wird.

Korrektur: Der Wahlausschuss hat sich leider verzählt. Nach einer zweiten Durchsicht steht nun fest, dass die Grünen zwar weiterhin die meisten Stimmen haben und damit Wahlsieger bleiben, allerdings mit 8 anstatt 9 Sitzen. Dafür steht nun die Linke Liste ebenfalls bei 8 Sitzen. Aufgrund des grünen Stimmenvorsprungs wird jedoch die GHG zu Koalitionsgesprächen laden — wie im Vorjahr die damals nur hauchdünn vor der alternativen liste platzierte Linke Liste.

Die Grüne Hochschulgruppe schafft die Sensation: Laut dem Wahlausschuss haben die Grünen 9 Sitze im Stupa abgeräumt und damit um beachtliche 4 Sitze zugelegt:

SWiB: 1 Sitz (-1), LHG: 2 Sitze (-1), Naturwissenschaft: 2 Sitze (+2), GHG: 8 Sitze (+3), Schwarzer Ritter: 1 Sitz (+0), Tuwas: 1 Sitz (+1), RCDS: 5 Sitze (+1), Jusos: 2 Sitze (-2), LiLi: 8 Sitze (+1), al: 5 Sitze (-2). Die Liste “Das Beste” schaffte dein Einzug ins StuPa nicht.
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Noch bis Freitag kann das neue Studierendenparlament (StuPa) gewählt werden. Die dominanten Listen im StuPA werden daraufhin den AStA bilden, der die zentrale Studierendenvertretung an der Ruhr-Uni darstellt. Zur Zeit bilden Linke Liste (LiLi), alternative liste (al), Grüne Hochschulgruppe (GHG) und die Liste Schöner Wohnen in Bochum (SWiB) zusammen den AStA.

Je mehr wählen gehen, desto entschiedener kann der AStA studentische Interessen vertreten. Es empfiehlt sich also, in der Pause mal eben das nötige Kreuzchen zu machen.

Wählen muss man in der Cafete des Gebäudes, in dem das eigene Hauptfach untergebracht ist. Philologen wählen also in GB, Historiker in GA. Zweifach-BA-Studenten finden ihr Hauptfach heraus, indem sie in den Studienunterlagen nachsehen, welches Fach dort als das erste aufgeführt wird.

Wer bereits etwas länger studiert, wird sich noch an den Chaos-AStA von Rubrosen (jetzt: Juso HSG), RCDS (Ring Christlich Demokratischer Studenten) und LHG (Liberale Hochschulgruppe) im Jahr 2007 erinnern. Dem aktuellen AStA ist anzurechnen, dass er im Gegensatz zu den Vorgängern solide gearbeitet hat. Hoffen wir, dass auch der kommende AStA das tun wird.

Durch neue Geldgeber konnte die Privatuniversität vorerst gerettet werden. Auch das Land sei bereit, die Uni in Zukunft wieder zu fördern, heißt es.

“Schweren Herzens” entzieht Pinkwart der Uni Witten/Herdecke die Landeszuschüsse. Grund:  Sie erfülle die “rechtlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Landeszuwendungen nicht”.  Die Uni muss sogar bisher gezahlte Gelder rücküberweisen. Nach dem bereits der vermeintliche Retter abgesprungen ist, steht die Uni nun vor dem Aus.  Darüber hinaus gibt es Vorwürfe an Staatsanwältin Lichtinghagen: Diese hatte dafür gesorgt, dass die Uni, an der auch ihre Tochter studieren soll, von den Geldbußen aus dem Liechtenstein-Skandal profitierte. In der Regel folgen die Gerichte hier nämlich den Vorschlägen der Staatsanwaltschaft, an welche Organisation die Geldbußen fließen.

Die Uni Witten/Herdecke bangt traditionell um ihre Existenz. Ob es der Unileitung auch dieses Mal gelingt, die Pleite abzuwenden — das hängt wohl vor allem davon ab, ob sich nicht doch noch neue Geldgeber finden.

Das FIFA-Turnier im Frauenfußball – gemeinhin „Frauen-WM“ genannt – könnte für Bochum zum Millionengrab werden. Das berichtet die bsz in ihrer neuen Ausgabe. Am vergangenen Donnerstag hatte der Rat der Stadt zugestimmt, die Verträge mit FIFA und DFB zu unterschreiben. Die von der Stadtverwaltung aufgestellte Kalkulation der Kosten (vorerst drei Millionen Euro für die maximal vier Spiele in Bochum) sei jedoch unvollständig.

Die bsz schreibt außerdem:

„Mit dem so genannten ‘Host-City Vertrag’ hat sich Bochum einen Klotz ans Bein gebunden, dessen finanzielle Auswirkungen unüberschaubar sind. Die Vereinbarung, die Schweizer Recht unterliegt, wälzt jegliche Haftung von FIFA und DFB auf die Stadt ab, obwohl alle maßgeblichen organisatorischen Entscheidungen in den Händen der Verbände bleiben. Verhandlungsmöglickeiten: Keine.

Letztendlich setzte die FIFA Bochum die Pistole auf die Brust: Sollte der Vertrag nicht schon sechs Wochen nach Übersendung unterschrieben zurückgeschickt sein, wäre die Stadt raus aus dem Verfahren. Diesem Druck gab der Rat willig nach und geht auf den finanzpolitischen Blindflug – während zum Beispiel ein lokales Nahverkehrs-Sozialticket wegen angeblicher Unfinanzierbarkeit bei CDU, SPD und Grünen nach wie vor keine Chance hat.“

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Weitere Themen der neuen bsz sind die Zukunft des maroden Studentenwohnheims „Papageienhaus“ und der Eingriff des Rektors in die Personalratswahlen.

Weiter geht es um die Nazi-Demo, die antifaschistischen Gegenaktivitäten und den Veggie Street Day am vergangenen Samstag in Dortmund.

Mit dem angeblichen Bochumer Nokia-Nachfolger RIM setzt sich die bsz auf Seite vier kritisch auseinander. Die gesamte Ausgabe als pdf.

Werner Haverbeck (1909-1999) hatte als Mitglied der NSDAP-Reichsleitung, des NS-Studentenbundes und der SA sowie Leiter des NS-Reichsbundes für Volkstum und Heimat ordentlich Dreck am Stecken. Konsequenzen hatte seine Vergangenheit für ihn allerdings keine. Er konnte sich sogar als Professor für Sozialwissenschaft an der FH Bielefeld weiter unbehelligt in rechten Organisationen engagieren. Einem Professor der FH Bielefeld droht nun Ärger, weil er auf die Machenschaften Haverbecks und die Verfehlungen der FH-Leitung öffentlich hinwies.

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4.08.2008

bsz 755 erschienen

In ihrer ersten Semesterferienausgabe blickt die Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung noch einmal auf den fragwürdigen Senatsentscheid vom 17. Juli zurück, die Gebühren an der RUB zum Wintersemester 2008/09 um nur 20 Euro zu senken, statt wie von den Studierenden beantragt zu halbieren: Als “schlechter Witz” wird der Beschluss in einem Kommentar betitelt, zumal keinerlei Konsequenzen aus der Tatsache gezogen würden, dass über 50 Prozent der Gebühren bislang ungenutzt auf der hohen Kante schlummern, wie in einem weiteren Artikel zum Thema deutlich wird: Der “Kampf um jeden Cent” ist in vollem Gange. Kein Wunder, dass angesichts solcher bürokratischer Ignoranz die Immatrikulationszahlen deutlich zurückgehen und zunehmend die Devise zu gelten scheint: Studieren ist uncool. Hierzu dürften auch technokratische Irrwege wie die elektronische „Verwaltung von Studien- und Prüfungsleistungen“ (VSPL) auf dem Weg zum gläsernen Studierenden beitragen. Immerhin können Studis jedoch noch ein gebührenfreies Sparkassenkonto betreiben – im Gegensatz zu Hartz-IV-EmpfängerInnen, wie in der Rubrik “Bochum in Kürze” unter Image-Doping statt Sozialkonto nachzulesen ist. Außerdem zu erfahren ist, wo man in Bochum baden gehen kann, warum die SPD – zusammen mit dem Bochumer enfant terrible Wolfgang Clement – gerade zunehmend baden geht und das Parteienkürzel hierzulande eigentlich für “Slow Painful Death” stehen sollte; ganz gegen den Trend in Amerika, wo das (sozial-)demokratische Pendant unter Barak Obama derzeit stark im Aufwind ist. Ob dies aber genügen wird, um das Ende des Antiamerikanismus zu zeitigen, wird die Geschichte zeigen. Auch für NichtbaderInnen wird in der neuen bsz sicherlich genügend dabei sein – so gibt es in unserer Terminspalte sicherlich das eine oder andere politisch-kulturelle Highlight in der Region zu entdecken. Eines davon ist zweifellos das Textzentrum Essen, das inmitten der Spielzeitpause der etablierten Kulturstätten im Ruhrgebiet immer wieder spannende Leseevents zu bieten hat. Und hier findet Ihr die bsz 755 auch als PDF.

Bis in 14 Tagen – eine schöne erste Augusthälfte wünscht Euch Eure bsz-Redaktion!

Uli Schröder


Neben den Wuppertaler Engelszungen gibt es auch in Düsseldorf ein studentisches Projekt in Sachen Online-Information, das Fachschaftenmagazin OASE. Das Projekt trägt Informationen und Nachrichten rund um den Düsseldorfer Campus zusammen, wobei ein unabhängiges Autoren-Kollektiv, wie es sich selbst nennt, sich für die Inhalte verantwortlich zeichnet.

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Über die Ergebnisse der Wuppertaler StuPa-Wahl findet sich nun ein Artikel bei Engelszunge.info.

Die Wahlbeteiligung lag bei sagenhaften 7,1 %. Selbst an unserer Uni scheint nach der Tabelle auf der Seite des Wahlausschusses eine Wahlbeteiligung von sagenhaften 17,66 % vorhanden gewesen zu sein. Und da beschwert man sich über eine schlechte Wahlbeteiligung und über mangelndes Interesse …