In den vergangenen Monaten haben sich Berichte über Bogestra-KontrolleurInnen gehäuft, die Fahrgäste aus dem Zug werfen, weil sie etwas trinken oder essen. Die bsz berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe, dass es für die nervige Übereifrigkeit der Bogestra-MitarbeiterInnen bisher keine rechtliche Grundlage gibt. Aus einem der bsz vorliegenden Briefwechsel mit der Bezirksregierung geht hervor, dass “ein generelles Verbot der Einnahme von bestimmten Speisen, Getränken und das Abspielen lauter Musik in den VRR-Beförderungsbedingungen nicht abschließend geregelt” ist. Die Behörde räumt ein, dass der Bezug auf das Hausrecht “im Konfliktfall nicht immer ausreichend” sein dürfte. Zum Artikel. Weitere Themen der aktuellen bsz-Ausgabe sind der sich weiter verzögernde Bau des umstrittenen Bochumer Konzerthauses und die Wahl des Ruhr-Uni-Rektors Elmar Weiler zum “Rektor des Jahres”. Zu den Auswahlkriterien des Deutschen Hochschulverbands für die KandidatInnenkür konstatiert die Zeitung: “Traurig jedenfalls ist, dass sich die ebenfalls zum Kriterienkatalog zählende ‘visionäre Kraft’ offensichtlich darin manifestiert, repressiv gegen studentische Proteste vorzugehen und massiven Demokratieabbau an der Universität voranzutreiben.” Die gesamte Ausgabe im pdf-Format.
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bsz #779: Heißer Sommer
Der Sommer wird heiß – zumindest politisch. Im Gespräch mit Benjamin Bettinger, AStA-Referent für Hochschulpolitik, gibt die aktuelle Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung einen Vorgeschmack auf den anstehenden “Bildungsstreik 2009″, mit dem im Sommer lautstark auf die zahlreichen Probleme im deutschen Bildungssystem hingewiesen werden soll. Ein bunt gemischtes Bündnis, das sich sowohl aus Studierenden und SchülerInnen als auch aus Lehrenden und ErzieherInnen zusammensetzt, plant für Juni den Aufstand. “Im Bildungsstreik geht es darum, endlich gemeinsam die Stimme zu erheben und Lösungen zu entwickeln, die auch gesamtgesellschaftlich Sinn machen.” (Zum Artikel.)
Außerdem rekapituliert die bsz die vielbeachtete Studie “Jugendliche und Gewalt” und stellt vor allem die Frage, wie sinnvoll die bisherigen Versuche sind, die Zahl rechtsextremistisch eingestellter Jugendlicher zu messen. Aufklärungskampagnen und politische Gegenaktivitäten jedenfalls sind dringend geboten. Weitere Themen: Wolfgang Welts neuer Roman “Doris hilft”, das Heiner-Müller-Jahr auf Bühnen in der Ruhr-Region und das Auge hinter dem Türspion als Spiegel der deutschen Mieterseele. Die bsz #779 als pdf gibt es HIER.
“Demokratie hätte Bochum Millionenverluste erspart” – unter diesem Titel fasst die bsz die aktuellen Entwicklungen um das Cross-Border-Desaster zusammen. Die Verantwortlichen im Rathaus geben sich weiter zugeknöpft: Sie äußern sich nicht dazu, wie viele Millionen das spekulative Finanzabenteuer die Stadt kosten wird und welche Risiken nach dem Ausstiegsbeschluss bleiben. Die Zeitung erinnert daran, dass es Alternativen gegeben hätte: “In Bergisch-Gladbach und Köln haben Bürgerentscheide ähnliche Cross-Border-Geschäfte verhindert. Auch in Bochum war dieser Weg längst eingeschlagen: Die GlobalisierungskritikerInnen von attac hatten zusammen mit dem Mieterverein ein Bürgerbegehren gegen den Deal durchgeführt. [...] Um dem Bürgerentscheid zuvorzukommen, flog die damalige Stadtkämmerin und heutige Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz schnell nach New York und unterschrieb den bis heute geheim gehaltenen 1.000-Seiten-Vertrag.” Zum Artikel.
In ihrem Aufmacher beschäftigt sich die aktuelle bsz-Ausgabe mit einer Studie der Universität Konstanz, die zunehmend antidemokratische Haltungen bei den Studierenden ausmacht. Außerdem geht es um Oliver Uschmanns politische Ruhr-Uni-Satire “ZüRUB in die Zukunft” und um die hilflosen Versuche von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, das Zulassungschaos an den Hochschulen zu beenden. Die gesamte Zeitung im pdf-Format.
[bsz #777] Repressionen nehmen zu
Sowohl engagierte BetriebsrätInnen als auch aufrechte AntifaschistInnen sind in dieser Gesellschaft zunehmender Repression ausgesetzt. Exemplarisch berichtet die 777. Ausgabe der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung über den aktuellen Prozess gegen eine engagierte Wittener Betriebsratsvorsitzende vor dem Arbeitsgericht Bochum sowie über Repressalien gegen DemonstrantInnen gegen den jüngsten Nazi-Aufmarsch in Dresden. Außerdem in der neuen bsz: ein Interview mit dem Geschäftführer des Akademischen Förderungswerks der Ruhr-Universität über die bevorstehende sanierungsbedingte vorübergehende Schließung dreier Wohnheime sowie Berichte über veganes Essen in den Uni-Cafeterien (hier) sowie über zwei spannende Theaterprojekte aus der Region (hier und dort).
Dem Lukas seine RUB
Manchmal ist es einfach so, dass sich ein Haufen Zeug ansammelt, das man einfach irgendwann mal machen will. In diesem Fall sind es ein paar Links in einem Ordner meines Browsers. Naja und irgendwann kommt dann der Tag an dem man einfach mal ein paar andere Sachen prokrastiniert und schaut, dass man etwas anderes macht, so auch diesmal.
Jedenfalls seien sie nun endlich auch hier vorgstellt: die Videos von Blogger Lukas Heinser (Coffee And TV), der nebenher auch noch irgendwie an der Uni rumstudiert. Viel Spaß mit Lukas und unserer Ruhr-Uni …
Teil 1
Teil 2
Teil 3
Ach, natürlich … Viel Spaß im kommenden Semester …
bsz #776 bringt Erstis auf Trab
“LAAAUUUUFT!” – Ganz im Zeichen dieses kategorischen Imperativs steht die Erstsemester-Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung. Denn an der RUB, heißt es im Editorial, “tobt seit Jahren ein erbarmungsloser Kampf: DozentInnen gegen Studierende und diese auch gegen sich selbst.” Hinzu kommt die chronisch marode Bausubstanz der alma mater mit ihren hoffnungslos überfüllten Veranstaltungen. Dennoch begrüßt die bsz alle Erstis unverdrossen: “Herzlich Willkommen an der umgebungsgrünsten Universität der Republik.” Auch und gerade, wenn die RUB den Sprung zur Elite-Uni knapp verpasst hat…
Neben einem Einblick in die studentische Selbstverwaltung und ihre Institutionen, einem bsz-guide über Beratungsmöglichkeiten aller Art für Studierende sowie detaillierten Infos zum Geltungsbereich des NRW-Semestertickets hält die 776. bsz-Ausgabe nicht nur für Neu-BochumerInnen noch viel mehr Wissenswertes bereit: So finden sich in der Edition zum Semesterstart auch ein Portrait der Bochumer Rosa Strippe mit Freizeit- und Beratungsangeboten für Schwule & Lesben sowie ein “RuhrSpotting” mit zehn bsz-Ausgehtipps zwischen Bermudadreieck-Trubel, Zauberkasten-Akrobatik, Sozialem Zentrum und Stadtpark-Idyll.
bsz #775: Pius-Prüder & Prian
Die Auseinandersetzung um die Rehabilitierung der reaktionären Piusbruderschaft durch den Papst hat inzwischen auch die Ruhr-Universität erreicht. So ist der aktuellen Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung zu entnehmen, inwieweit sich Dekan Joachim Wiemeyer in einem offenen Brief im Namen der katholisch-theologischen Fakultät vom Schmusekurs des Papstes mit der ultrakonservativen und antidemokratischen Priestervereinigung distanziert. Neben der „Katholischen Freakshow“ schaut die bsz „on the bright side of life“ und erinnert daran, dass Monty Pythons Flying Circus vor 40 Jahren erstmals in der BBC abhob. Ferner beleuchtet die neue bsz #775, warum das „Konjunkturpaket II“ auch für die deutschen Hochschulen zur finanziellen Belastungsprobe werden könnte. Außerdem gibt es eine Hommage an die vor einem Jahrhundert geborene französische Anarchistin, Philosophin und Mystikerin Simone Weil zu lesen.
Podcast zum wissenschaftlichen Arbeiten
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So, Rublogia kriegt hiermit sie eigentlich obligatorisch notwendige Kategorie “Studium”. Hier sollen Tipps zum Studium im allgemeinen und speziellen landen. Ist ja nicht so, dass nicht ganz viele neue Studierende jedes Semester an die Uni kommen und diese gebrauchen können, wo denkt ihr hin?
Also erster Tipp: Der Podcast zum wissenschaftlichen Arbeiten von Uwe Kern und Christian Schäfer. Dieser bietet eine ganze Zahl an Hinweisen, Tipps und Hilfen. Perfekt für jeden der sich da zum ersten Mal mit auseinandersetzt oder gerade einfach mal ein bisschen Weiterbildung auf diesem Bereich betreiben will.
Den Podcast gibt es per RSS-Feed, als iTunes-Podcast oder als Channel bei YouTube, so sollte diesen tatsächlich jeder irgendwie benutzen können.
Es grünt in der bsz #774
Ganz im Zeichen der “Universitätsbegrünung” durch das Ergebnis der aktuellen Wahlergebnisse zum Studierendenparlament der Ruhr-Uni steht die 774. Ausgabe der Bochumer Stadt- & Studierendenzeitung: Als stärkste Liste wird die Grüne Hochschulgruppe (GHG) künftig nicht nur den AStA-Vorsitz stellen, sondern will auch einen Beitrag dazu leisten, “die Ruhr-Uni zu einem ökologischen Vorzeigeprojekt zu machen”, so Jan Keitsch von der GHG. 
Ein Wehrmutstropfen mischt sich in der Wahlkampfnachlese “Unidemokratie auf dem Rückzug” in die ansonsten positive Bilanz der Wahlen, aus denen der grün-links-alternative AStA insgesamt gestärkt hervorging: “Der Wahlkampf der Listen wurde in diesem Jahr massiv durch Anweisungen der Uni-Verwaltung behindert.” So trug ein in einigen Unigebäuden – angeblich aus Brandschutzgründen – rigide durchgesetztes Plakatierverbot sicherlich zu der von 17,7 auf rund 16 Prozent gesunkenen Wahlbeteiligung bei. Darüber hinaus wird der Blick einmal mehr über die Campusgrenzen hinaus in die Stadt gerichtet, deren planerische Entwicklung kritisch unter die Lupe genommen wird: “Bochum ist eine Stadt der Superlative! Jedenfalls, wenn es nach den StädteplanerInnen geht, die nach dem Exzenterhaus an der Universitätsstraße einen weiteren Wolkenkratzer in der Innenstadt bauen möchten. Gegenüber des Europazentrums am Hauptbahnhof entsteht bald der sechzig Meter hohe ‘Stadtturm’.” Ob Bochums Skyline künftig ins Uferlose auswuchern wird oder sich die StädteplanerInnen noch rechtzeitig eines besseren besinnen, wird zeitnah in der bsz zu lesen sein.
Unter diesem Titel weist die bsz in ihrer aktuellen Ausgabe darauf hin, dass mit dem emeritierten Bochumer Historiker Hans Mommsen und dem Dortmunder Journalistik-Professor Horst Pöttker auch zwei lokal bedeutsame Wissenschaftler an dem umstrittenen Projekt “Zeitungszeugen” beteiligt sind. Die bayrische Landesregierung lässt die Publikation an Kiosken beschlagnahmen, weil ihnen Original-Reproduktionen von NS-Hetzblättern beiliegen. Die bsz kritisiert die Form und den Anspruch der angeblich aufklärerischen Veröffentlichung: “Die ersten beiden Ausgaben zeigen nämlich, dass die HerausgeberInnen nicht auf Aufklärung und einen historisch-kritischen Apparat setzen, sondern auf das trügerische und ahistorische Versprechen von Authentizität. In der ersten Nummer lassen sie Fernsehmoderatorinnen, Politiker und Sportler erklären: Deutsche Geschichte werde durch den Nachdruck der NS-Zeitungen ‘greifbar’, ‘erlebbar’, ‘hautnah nachvollziehbar’. Nicht nur den Opfern des Holocaust dürfte das als unglaubliche Verniedlichung des Nationalsozialismus vorkommen.” Zum Artikel. Weitere Themen der aktuellen Ausgabe sind die geplanten Proteste zum 60jährigen NATO-Jubiläum und ein Interview mit der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen zur Militarisierung des EU-Grenzregimes im Mittelmeer unter der Bezeichnung “Frontex”: “Menschenrechts- organisationen kritisieren zurecht, dass sich das Mittelmeer immer mehr zu einem menschenrechtsfreien Raum entwickelt. Bis heute gibt es noch keine verbindlichen Richtlinien in Bezug auf die Achtung von Menschenrechtsabkommen und das internationale Flüchtlingsrecht.” Hinsichtlich dieser Einsätze konstatiert die Migrationspolitikerin “ein eklatantes Demokratiedefizit”: “Denn weder das europäische Parlament noch die nationalen Parlamente haben eine effektive Möglichkeit, die Einhaltung der Menschenrechte im Rahmen von FRONTEX-Einsätzen zu kontrollieren”, so Sevim Dagdelen weiter. Die gesamte bsz-Ausgabe als PDF-Datei.








