Sowohl engagierte BetriebsrätInnen als auch aufrechte AntifaschistInnen sind in dieser Gesellschaft zunehmender Repression ausgesetzt. Exemplarisch berichtet die 777. Ausgabe der Bochumer Stadt- und Studierendenzeitung über den aktuellen Prozess gegen eine engagierte Wittener Betriebsratsvorsitzende vor dem Arbeitsgericht Bochum sowie über Repressalien gegen DemonstrantInnen gegen den jüngsten Nazi-Aufmarsch in Dresden. Außerdem in der neuen bsz: ein Interview mit dem Geschäftführer des Akademischen Förderungswerks der Ruhr-Universität über die bevorstehende sanierungsbedingte vorübergehende Schließung dreier Wohnheime sowie Berichte über veganes Essen in den Uni-Cafeterien (hier) sowie über zwei spannende Theaterprojekte aus der Region (hier und dort).
[bsz #777] Repressionen nehmen zu
Kommentare
Hm, mir fehlen mal wieder die Uni bezogenen und studentischen Themen in der Zeitung, aber das ist ja nichts neues.
Bzgl. veganes Essen: Ich finde das man sich überlegen sollte ob man von Revolution reden kann, wenn eine solche nicht stattgefunden hat. Ich dachte, dass in der bsz angeblich soviel Wert auf kritische Wortwahl gelegt wird?
Ansonsten empfinde ich es als eine sprachliche Fehlleistung bei dem jetzt nicht ausufernden Angebot “erforschen” zu schreiben.
Florian Fiegel
am 23.02.2009
um 20:15 Uhr
Lieber Florian,
Deine Kritik in allen Ehren, aber studentische Themen haben wir – trotz Semesterferien – durchaus auch eine Ausgabe nach unserer ‘Ersti-bsz’, die fast ausschließlich aus studentischen Themen besteht, wieder im Programm! In unserem bsz-Gespräch mit AKAFÖ-Geschäftsführer Jörg Lüken nehmen wir sehr direkten Bezug auf die Belange der Studierenden, da es dort nicht zuletzt um drei Wohnheime geht, die zu Sanierungszwecken vorübergehend geschlossen werden. Dann wäre da der zweite Aufmacher über brutale Nazi-Übergriffe, die auch politisch engagierte Mensche aus dem RUB-Umfeld betreffen und bewegen; zudem ist dieser Text aus Sicht einer Bochumer Studierenden geschrieben.
Außerdem ist die bsz natürlich auch eine Stadtzeitung; somit steht beim ersten Aufmacher der Bochum-Bezug im Vordergrund – findet doch der Prozess gegen die engagierte Betriebsrätin vor dem hiesigen Arbeitsgericht statt. Und dass die Angelegenheit zudem eine überregionale Dimension hat (vgl. das heute bekanntgegebene Urteil in einem im letzten Absatz des Beitrags thematisierten Prozess vor dem Lanedesarbeitsgericht Berlin), macht die Angelegenheit sicherlich nicht unspannender. Zudem solltest Du bei Deiner Kritik bedenken, wie viele Bochumer Studierende sich als KassiererIn verdingen müssen, um ihre Gebühren und die steigenden Lebenshaltungskosten zu finanzieren – somit geht es auch hier durchaus um existentielle Belange vieler Studis! Wie aktuellen Infos zu dem Thema zu entnehmen ist, wird das Thema “Verdachtskündigungen” gegen ArbeitnehmerInnen voraussichtlich außerdem noch vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrichte verhandelt werden: http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5jKWD0UfNjSIWAPNcXIZoiVPeNy3w
Wieder unmittelbaren studentischen Bezug hat das auf Seite 3 der aktuellen Ausgabe besprochene Tanztheater-Projekt in Mülheim: Es waren überwiegend Studierende der RUB, die das Projekt realisiert haben, und auch das mehr als 100köpfige Publikum bestand zu großen Teilen aus RUB-Studis, die sich nach Mülheim aufgemacht hatten, um das innovative Konzept der Veranstaltung zu würdigen.
Ergo: Es gibt nicht nur veganes Essen in der RUB-Gastronomie als studentisches Thema in der aktuellen bsz!
Guten Lesehunger
wünscht
Uli
bsz
am 24.02.2009
um 14:50 Uhr







