31.01.2009

StuPa-Wahlen: Wie die GHG zur stärksten Kraft wurde

Korrektur: Der Wahlausschuss hat sich leider verzählt. Nach einer zweiten Durchsicht steht nun fest, dass die Grünen zwar weiterhin die meisten Stimmen haben und damit Wahlsieger bleiben, allerdings mit 8 anstatt 9 Sitzen. Dafür steht nun die Linke Liste ebenfalls bei 8 Sitzen. Aufgrund des grünen Stimmenvorsprungs wird jedoch die GHG zu Koalitionsgesprächen laden — wie im Vorjahr die damals nur hauchdünn vor der alternativen liste platzierte Linke Liste.

Die Grüne Hochschulgruppe schafft die Sensation: Laut dem Wahlausschuss haben die Grünen 9 Sitze im Stupa abgeräumt und damit um beachtliche 4 Sitze zugelegt:

SWiB: 1 Sitz (-1), LHG: 2 Sitze (-1), Naturwissenschaft: 2 Sitze (+2), GHG: 8 Sitze (+3), Schwarzer Ritter: 1 Sitz (+0), Tuwas: 1 Sitz (+1), RCDS: 5 Sitze (+1), Jusos: 2 Sitze (-2), LiLi: 8 Sitze (+1), al: 5 Sitze (-2). Die Liste “Das Beste” schaffte dein Einzug ins StuPa nicht.

Schlappe für die Jusos

Wie man sieht, konnte von den parteinahen Listen neben der GHG nur der RCDS zulegen, die Jusos stürzten sogar nach dem Fiasko des letzten Jahres um weitere zwei Sitze ab. Auch die alternative liste büßte 2 Sitze ein, von den AStA-tragenden Listen verlor auch SWiB einen Sitz. Nur die Linke Liste ist seit Jahren stabil bei sieben Sitzen.

Die AStA-Koalition wird so wohl weiter Bestand haben, jedoch unter veränderten Vorzeichen, ist die GHG doch nun die mit Abstand stärkste Liste der Koalition.

Wenn wir nach den Gründen sehen, so lässt sich für die Jusos festhalten, dass die Spaltung mit der Tuwas-Liste nicht gerade hilfreich war, und der wahlampf auch nur schleppend in Gang kam. Allerdings haben auch Jusos und Tuwas-Liste zusammen einen Sitz eingebüßt. Mensa-Party und schlechter Ruf der SPD haben wohl ihren Teil zum Ergebnis beigetragen.

Der grüne Erfolg

Den Grünen könnte die Schwäche der anderen parteinahen Listen geholfen haben. Des weiteren zeigt auch die beträchtliche Zahl der Kandidaten (99, nur die LiLi hatte mit 111 mehr) die gestiegene Reichweite. Letztes Jahr konnte die GHG nur 48 Kandidaten aufstellen.

Die Schwäche der LHG ist mit Blick auf den bundesweiten Trend zwar überraschend, allerdings stehen die Liberalen auch für jene neoliberale Politik, die die jetzige Weltwirtschaftskrise zu verantworten hat.

Verblüffend ist die Stabilität der LiLi: Ihre Wähler stellen wohl einen ziemlich harten linken Kern unserer Studierendenschaft dar, der die Bäume für diese Liste zwar nicht in den Himmel wachsen lässt, sie aber auch immer wieder mit gutem Ergebnis ins StuPa bringt.

Ein Sieg für den AStA

Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Ruhr-Uni nach wie vor eine “rote” Uni ist. Das liberalkonservative Spektrum (RCDS, LHG) konnte keinen Sitz hinzugewinnen und kommt insgesamt nur auf 6 von 35 Sitzen. Der linke AStA wurde deutlich im Amt bestätigt, insgesamt konnten die AStA-tragenden Listen sogar einen Sitz hinzugewinnen. Sollte die Koalition Bestand haben, würde der AStA 22 der 35 Sitze stellen.


 

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